🌍⚠️ Primärkreis-Störungen bei Erd-Wärmepumpen – wenn die Quelle versagt
An einem ungewöhnlich kalten Dezembermorgen bemerkte Jonas, Besitzer einer modernen Sole/Erdwärme-Wärmepumpe, etwas Merkwürdiges: Die Anlage lief ständig auf Hochtouren, das Display meldete „Primärkreis-Störung“ und die Sole-Vorlauftemperatur war drastisch gefallen.
Was er nicht ahnte: Die Ursache lag tief unter seinem Garten – im Primärkreis. Und seine Geschichte ist ein perfektes Beispiel dafür, wie heimtückisch Störungen im Erdreich sein können.

🌡️🌱 Was gehört zum Primärkreis einer Erd-Wärmepumpe? #
Der Primärkreis ist das Herzstück einer Sole-Wärmepumpe. Er umfasst:
- 🌍 Erdkollektoren oder Erdsonden
- 💧 Soleleitungen
- 🔄 Solepumpe
- 🌡️ Temperaturfühler
- ⚙️ Ausdehnungsgefäß & Sicherheitsventile
Wenn hier eine Störung auftritt, verliert die Wärmepumpe ihre wichtigste Energiequelle – die des Bodens.
❄️📉 Wie Jonas die ersten Anzeichen übersah #
Es begann harmlos: Die Anlage lief länger, die Soletemperaturen wurden kälter, und der Verdichter arbeitete häufiger.
Jonas dachte an einen normalen Winterbetrieb – doch als die Sole-Eintrittstemperatur auf -6 °C fiel, war klar: Hier stimmt etwas nicht.
Die Diagnose lautete:
„Sole-Druckabfall – Verdacht auf Leckage im Primärkreis“
Genau hier beginnt die wahre Problematik bei Erdwärmepumpen.
💧⚠️ Sole-Druckabfall – die häufigste Störung bei Erd-Wärmepumpen #
Ein sinkender Druck im Solekreis ist fast immer ein ernstes Warnsignal.
Typische Ursachen:
- Mini-Leck in der Erdleitung
- defektes Ausdehnungsgefäß
- undichte Verschraubungen im Heizraum
- Mikroblasenverlust durch Diffusion
Wenn der Druck abfällt, passiert Folgendes:
- die Sole zirkuliert schlechter
- der Verdampfer erhält zu wenig Energie
- die Wärmepumpe schaltet in den Not- oder Heizstabbetrieb
Wer den Druckverlust ignoriert, riskiert Schäden am Verdichter – denn der arbeitet unter extremer Last.
🕳️🌍 Leckage im Erdkollektor – die heimtückischste Ursache #
Ein Leck im Erdkollektor ist selten, aber wenn es auftritt, ist es ernst.
Typische Indizien:
- kontinuierlich sinkender Sole-Druck
- häufiges Nachfüllen notwendig
- plötzliche Leistungseinbrüche
- Soletemperaturen fallen untypisch stark
Bei Jonas lag die Vermutung nahe: Der Druckverlust war dauerhaft, trotz mehrfacher Befüllung.
Ein Fachbetrieb bestätigte es mit einer Dichtheitsprüfung:
Eines der Kollektorfelder verlor langsam, aber stetig Sole.
Zum Glück konnte das Leck lokalisiert und die Leitung ersetzt werden – andernfalls hätte ein komplett neues Erdregister fällig werden können.
🧊📉 Versiegende Quelle – wenn der Boden erschöpft ist #
Viele unterschätzen, dass auch der Boden als Energiequelle „überlastet“ werden kann.
Anzeichen einer versiegenden Quelle:
- Soletemperaturen sinken über Wochen kontinuierlich
- Wärmepumpe liefert immer weniger Heizleistung
- häufiges Takten
- Abtauprobleme im Verdampfer (indirekte Folge)
Jonas’ Wärmepumpe nutzte zwei horizontale Kollektorfelder – doch eines davon war im Winter konstant verschattet und fror tiefer aus.
Dadurch regenerierte sich der Boden schlechter.
Ergebnis:
Die Quellentemperatur sank immer weiter.
🌡️❄️ Zu niedrige Quellentemperatur – wenn der Boden überlastet wird #
Erdwärmesysteme leben von einer stabilen Bodentemperatur. Wird über Jahre hinweg zu viel Energie entzogen, sinkt diese.
Mögliche Gründe:
- unterdimensionierter Erdkollektor
- lange, kalte Winter ohne Regeneration
- viel Schnee → schlechter Solar-Eintrag in die Erde
- Wohnflächenerweiterungen ohne größere Erdquelle
- Dauerbetrieb / Notheizung
Temperaturen von -3 °C bis –6 °C sind ein Warnsignal, dass der Boden überlastet ist.
Jonas stellte fest: Sein Kollektorfeld war zu klein dimensioniert – kein Installationsfehler, aber eine Fehleinschätzung des tatsächlichen Energiebedarfs.
🔍🧰 Wie Jonas das Problem löste – Schritt für Schritt #
1. Druckprüfung → bestätigte Druckverlust
2. Sole-Analyse → Mischungsverhältnis falsch
3. Bodenmessung → Quellentemperatur zu niedrig
4. Dichtheitsprüfung → Leck lokalisiert
5. Kollektorfeld erweitert → nachhaltige Lösung
Nach diesen Maßnahmen stabilisierte sich die Soletemperatur wieder bei +2 bis +4 °C – ideal für den effizienten Betrieb.
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🧾✨ Fazit: Die Erdquelle ist das Fundament – und muss geschützt werden #
Primärkreis-Störungen bei Erd-Wärmepumpen sind komplex, aber mit der richtigen Diagnose lösbar.
Die häufigsten Probleme sind:
- 💧 Druckabfall im Solekreis
- 🕳️ Leckage im Erdkollektor
- 🧊 Versiegende oder überlastete Quelle
- 🌡️ dauerhaft zu niedrige Bodentemperaturen
Eine Erd-Wärmepumpe ist extrem effizient – aber nur, wenn der Primärkreis intakt bleibt.
❓ Häufige Fragen (FAQ) zu Primärkreis-Störungen bei Erd-Wärmepumpen #
1. Warum fällt der Sole-Druck bei einer Erd-Wärmepumpe ab?
Meist durch Undichtigkeiten, ein defektes Ausdehnungsgefäß oder Mikroblasenverlust. Ein konstanter Druckabfall ist immer ein Warnsignal.
2. Wie erkennt man eine Leckage im Erdkollektor?
Typisch sind stetig sinkender Druck, häufiges Nachfüllen und stark fallende Soletemperaturen. Eine Dichtheitsprüfung bestätigt den Verdacht.
3. Was bedeutet „versiegende Quelle“?
Der Boden liefert nicht mehr genug Energie. Ursache ist oft eine Überlastung oder ein falsch dimensioniertes Kollektorfeld.
4. Wie kalt darf die Sole werden?
Normale Werte liegen bei +2 bis –2 °C. Werte unter –5 °C deuten auf Überlastung, Leckage oder Bodenprobleme hin.
5. Was tun, wenn die Bodentemperatur dauerhaft sinkt?
Kollektorfeld erweitern, Regeneration verbessern (z. B. Sonnenflächen freihalten) oder zusätzliche Wärmequelle ergänzen.
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